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Literatur

  • Oberbach et al. (Hrsg.): Saechtling Kunststoff-Taschenbuch. 29. Auflage. Carl Hanser Verlag, München 2004, ISBN 3-446-22670-2
  • Otto Schwarz:Kunststoffkunde ISBN 3802319176
  • Gottfried W. Ehrenstein: Polymer-Werkstoffe. 2. Auflage. Carl Hanser Verlag, München 1999, ISBN 3-446-21161-6
  • Brigitta Huckestein, Thomas Plesnivy: Möglichkeiten und Grenzen des Kunststoffrecyclings. Chemie in unserer Zeit 34(5), S. 276 - 286 (2000), ISSN 0009-2851


Entwicklungsgeschichte der Kunststoffe

Im Mittelalter wurde Tierhorn durch bestimmte Verfahrensschritte in einen plastisch verformbaren Stoff verwandelt. Aus OstEuropa ist Bernstein als fossiles Harz für die verwendung bei Pfeilspitzen und Schmuckgegenständen bekannt. In Arabien wurden Wasserbecken und Kanäle mit natürlichem Asphalt abgedichtet.Vorläufer von Kunststoffen gab es in allen kulturen. Ebenso wurden dort bestimmte Baumharze als Gummi Arabicum eingesetzt und nach Europa exportiert.

Dieser erste Duroplast startete die Entwicklung der Kunststoffe als Werkstoff im Umfeld des menschen. Daraus wurden zum Beispiel Schmuckstücke, Füllfederhalter, Teile von Musikinstrumenten und telefonen gemacht. Seit Mitte des 19. Jahrhundert elastische Massen, gewonnen aus milchigen Baumsäften, mit. und 18.Naturforscher brachten aus Malaysia und Brasilien im 17. Hierfür wurde der Begriff Gummi in Deutschland eingeführt. Jahrhunderts entwickelte sich eine rasch wachsende Gummi-Industrie. Der Erfinder Charles Goodyear stellte fest, dass sich Gummi durch Zusatz von Schwefel und durch Vulkanisation in einen guten Reifenwerkstoff verwandeln lässt. Ebenso entdeckte er Hartgummi, eine bei Wärme verformbare aber bei Raumtemperatur harte Masse, welche anfangs Ebonit genannt wurde.

 a. Durch die guten elektrischen Eigenschaften wird er u. Das von Otto Röhm 1928 angemeldetete Patent zu Polymethylmetacrylat (PMMA) startete eine Ära, die bis heute anhält. Der Kunststoffverbrauch lag im Jahre 1930 schon bei ca. Hierraus wurden in verschiedenen Farben zum Beispiel Knöpfe, Anstecknadeln, Gehäuse für Radios, Zigarettendosen, Spielzeug, Griffe für Regenschirme u. Der Werkstoff Casein (Galalith) wurde 1897 erfunden, und ähnelt stark Horn oder Elfenbein. Im Jahre 1869 erfand John Wesley Hyatt das Celluloid und 3 Jahre später die erste Spritzgußmaschine.Später wurde in England Cellulosenitrat zur Imprägnierung von Textilien und in den USA Schellack entwickelt. ä. hergestellt. 10.000 t. Weiterhin kommen in dieser Zeit die Phenolharze zur Geltung, wobei der Erfinder Leo Hendrik Baekeland mit dem Werkstoff Bakelite sehr erfolgreich ist. rasch in der aufstrebenden Elektroindustrie eingesetzt.

T. Whinfielt und J. 1939 folgen bei ICI Low-Density Polyethylen (PE-LD). Otto Bayer entwickelte in diesem Jahr Polyurethan in Ludwigshafen. In Jahre 1935 wird gleichzeitig von Henkel (Mainkur) und Ciba (Schweiz) die Entwicklung von Melamin-Formaldehydharz und von DuPont die Entwicklung von Polyamid 6 (Nylon) beschrieben. 1930 wird in Ludwigshafen die „PS“-Produktion begonnen. Hierfür erhielt er 1952 den Nobelpreis. Fritz Klatte entdeckt 1912 die Hintergründe des Polymerisationsvorganges von PVC welches bereits 1838 erstmals erzeugt wurde.Der Münchner Chemiker Dr. Ernst Richard Escales gibt 1910 der WerkstoffGruppe den Namen „Kunststoffe“. Die von ihm gegründete gleichnamige Zeitschrift erscheint erstmals 1911. 1926 veröffentlichte Hermann Staudinger wichtige Theorien über den Aufbau von Kunststoff. 1931 wird bei ICI in Großbritannien erstmals Polyethylen hergestellt. In Ludwigshafen wird 1934 die Herstellung von Epoxidharzen von Paul Schlack begonnen. Das von Paul Schlack 1937 hergestellte Polyamid 6 auf Basis von Caprolactam wird dann Perlon getauft. Etwa zeitgleich wird in den Buna-Werken der IG Farben die Fertigung von Buna S und Buna N als synthetischer Gummi-Ersatz begonnen. Bei DuPont wird 1938 der Kunststoff Polytetrafluorethylen (Teflon) entwickelt. Der Werkstoff Polyethylenterephthalat (PET) wurde von J. R. Dickson bei Calico Printers im Jahre 1941 erfunden. 1942 entdeckte Harry Coover (USA) bei Eastman Kodak den „Sekundenkleber“ Methylcyanoacrylat.

Zeichen für Kunstoffrecycling

Der Pro Kopf-Verbrauch an Kunststoffen im Jahr 2000 bei 92 kg in West-Europa, 13 kg in Ost-Europa, 130 kg in NAFTA, 19 kg in Lateinamerika, 86 kg in Japan, 13 kg in Südost-Asien und im mittleren Osten/Afrika bei 8 kg. Hierbei ging der Anteil der Duroplaste stetig zurück, und lag im Jahre 2000 nur noch bei ca. 200 Mio. Im Jahre 2003 erreichte die Weltproduktion ca. Im Jahre 1976 lag die Weltproduktion bereits bei 50 Mio. In diesen jahren wurden Werkstoffe wie PS, PE-HD, PP, PC, FEP, PVF, PES, PSU, PPE, PPO und einige andere entwickelt. t.Im Zeitraum von 1910 bis 1950 wurde Kunststoff von einem Ersatzstoff mit besonderer Bedeutung zu einem Werkstoff für die industrielle Massenfertigung. Die Weltproduktion überschritt 1949 die Grenze von 1 Mio. Die Thermoplaste setzten sich von 1950 bis 1980 durch. t. Im Jahre 1971 folgten LCP und PPS sowie im Jahre 1972 PBT. t. 15 %. Die Kunststoffindustrie ist bis heute weiterhin eine Wachstumsbranche, wobei die Herstellkapazitäten in Asien etwa im Jahre 2006-2008 die führenden und etwa gleichstarken Regionen Europa und Nord-/Südamerika überholen werden.




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